Valentinstag

Heute ist Valentinstag.

Persönlich mache ich mir nicht viel daraus und doch ist es ein Tag, ein Datum im Kalender, dass irgendwie auch für mich besonders ist.

Persönliches Umfeld, Medien, Einzelhandel, überall wird man mit diesem Tag konfrontiert, der in der Vermarktung beinahe mit Weihnachten und Ostern in einer Reihe steht. Man wird aufgefordert Blumen und andere kleine Geschenke für seinen Partner zu kaufen und einen schönen Tag in Zweisamkeit zu verbringen.

Lässt man das aus fühlt man sich von der Gesellschaft fast schon zum Beziehungsgrinch degradiert. Das will man natürlich auch nicht und so ertappt man sich von Zeit zu Zeit dabei, wie man unterbewusst von diesem gemachten Tag getrieben ist.

Der erste gemeinsame Valentinstag – Ein romantisches Fettnäpfchen?

Man muss seinem Partner, gerade vor dem ersten gemeinsamen Valentinstag, mit Feingefühl gegenübertreten. Stelle man sich doch die höchst unangenehme Situation vor, in der man selbst sich über den Tag der Liebenden auslässt, ihn ins lächerliche zieht und kundtut was für eine unfassbare Marketingstrategie der Blumenhändler doch dahinter steckt…während der Partner gequält grinst und in Gedanken die Kerzen wieder ausbläst, die Kinokarten abbestellt und den Blumenstrauß in der Biotonne verschwinden lässt.

Ja, man muss Acht darauf geben, wie der eigene Partner zu diesem Tag steht.

Ist er/sie entspannt und aufgeschlossen? Wird ein Meer aus Blumen und Kerzen als Minimum erwartet oder tut es auch eine Currywurst mit Pommes und ein DVD Abend mit Werner – Gekotzt wird später!?

Wird mein Lieblingsmensch enttäuscht sein, wenn ich den Valentinstag ausfallen lasse? Riskiere ich einen Streit oder schlimmer noch eine Krise wenn ich den Valentinstag ignoriere? Signalisiere ich meinem Partner Desinteresse und mangelnde Wertschätzung, wenn ich diesen Feiertag auslasse oder bekomme ich einen Schulterklopfer, weil ich nicht auf die Geldmacherei reingefallen bin?

Reden hilft. Wie so oft. Am Besten vorher schon….

Beziehungsretter oder Beziehungskiller?

Bullshit! Höchstens eine mögliche Bereicherung.

Welchen Stellenwert dieser Tag einnimmt ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich und selbstverständlich sollte man immer darauf eingehen oder sich zumindest einen Überblick verschaffen, was dem Partner wichtig ist.

Aber mal ganz ehrlich, kann der Beziehungsfrieden ernsthaft auf die Handhabung des Valentinstags zurückgeführt werden? Hoffentlich nicht.

Ist es nicht viel mehr so, dass es ein trauriger Aufhänger sein kann?

„Du überraschst mich nie, ich bin völlig selbstverständlich für dich geworden. Wenigstens heute hättest du doch mal an mich denken können!☹️😡

„Naja…um ehrlich zu sein…🤔

Leider nicht, denn ist die Partnerschaft erst an dem Punkt angelangt, ist es vorprogrammiert, dass auch am Valentinstag nichts passieren wird, ganz davon abgesehen, dass dann auch eine Valentinstagsüberraschung nichts mehr rausreißen kann. Hier müssen härtere Geschütze aufgefahren werden, ernste Gespräche geführt, das gemeinsame Dasein reflektiert und auf den Prüfstand gestellt werden. Ein Strauß Rosen verschafft hier, wenn überhaupt, Aufschub, mehr aber nicht.

Betrachtet man einen anderen wesentlich gesünderen Fall des vergessenen Valentinstages, wird deutlich, dass man den Valentinstag nicht als Zwang verstehen sollte, wohl aber als Anlass für gemeinsame Aktivitäten sehen kann – wenn es passt. Ein solcher Fall könnte so aussehen:

„Oh, Blumen, das ist aber süß von Dir!😍

„Jaaa…☺️heute ist doch Valentinstag!“

„Oh nein…!😰

„Du hast es vergessen?😆 Komm, egal, lass uns einfach einen schönen gemeinsamen Abend verbringen. Wir haben doch heute nichts anderes vor, oder? Wir könnten doch zusammen Essen gehen…aber du zahlst!😜

Oooops, da ist wohl etwas durchgerutscht aber halb so wild. In einer ausgeglichenen und harmonischen Beziehung wird es wohl kaum ein Weltuntergang sein, zumal man auch bedenken muss, dass hier nicht der Geburtstag oder die Silberhochzeit verschwitz wurden.

Der Zauber von Valentinstag ist nicht so mächtig ist, wie es scheint.

Eine bereits angeschlagene Partnerschaft kann nicht und schon gar nicht allein durch den schönsten Valentinstag gerettet werden. Ich sage gern: wenn’s versaut ist, ist es versaut. In den wenigsten Fällen lässt sich das umkehren und in keinem Falle gehen die Beteiligten völlig Narbenfrei aus einer solchen Niederlage hervor.

Eine intakte Beziehung hingegen wird auch durch einen verpatzten Valentinstag keinen Schaden nehmen, denn ist es nicht im Idealfall so, dass öfter im Jahr mal „Valentinstag“ sein kann? Man sich gegenseitig mit einem Ausflug, einem Restaurantbesuch, einem kleinen Geschenk oder Ähnlichem überrascht oder gemeinsam Freiräume für „ustime“ schafft?

My own personal valentine

Mein Mann und ich haben uns irgendwann mal darüber unterhalten, wie wir das sehen und den Tag für uns als Anlass für eine Unternehmung egal ob Wochenende oder Wochentag festgehalten. Geschenke gibt es zum Geburtstag und zu Weihnachten, Kleinigkeiten außer der Reihe sind spontan und jedem selbst überlassen.

Wir gehen heute Abend essen und ein bisschen spazieren – nichts großes – könnte man sagen, doch Zeit zu zweit ist immer ganz groß!

Euch allen einen schönen (Valentins)Tag!

Maggie❤️

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