Tiramisutorte – Mit ausführlichem Rezept

Leckere Torten, hübsches Geschirr und einen fröhlichen Tortenheber sollte man nicht nur seinen Gästen sondern auch sich selbst von Zeit zu Zeit gönnen…

Wieso weshalb warum es dazu gekommen ist, kann ich gar nicht sagen aber meine Tiramisutorte ist in meinem Umfeld die Lieblingstorte überhaupt geworden. Mittlerweile würde ich sie tatsächlich schon als einen Klassiker bezeichnen wollen.

Mein Rezept ist simpel und wird von mir im Folgenden hoffentlich auch für absolute Tortenanfänger und Anfängerinnen ausführlich und gut genug erklärt. Bitte auch keine Angst vor der Tortenhöhe, die Creme hält!

Bevor ich mit der Anleitung zur Tiramisutorte beginne, möchte ich noch sagen, dass sich in meinem Text Produktempfehlungen wiederfinden, ich davon keinerlei Vorteil habe und einfach nur meine persönliche Emfehlung abgebe. Ich selbst finde es immer schade, wenn man etwas liest oder sieht, es dann gern hätte oder sich über eine Empfehlung freuen würde, dann aber erst langwierige Recherchen anstellen muss.

Falls es jemanden interessiert: der Tortenheber „Happiness is a piece of cake“ ist von Flying Tiger, die Platzsets aus Bast von Sostrene Grene und das Geschirr ist von IKEA, jedoch ist das weiße Geschirr mit den silbernen Sternen dort leider schon seit Jahren ausverkauft.

Zutaten- bzw. Einkaufsliste

Für den Teig: 200g Raffinadezucker, 6 Eier, 300g Mehl, 1/2 Tütchen Backpulver, 1 Messerspitze Tonkabohnenabrieb (feingerieben, alternativ 1 Tütchen Vanillezucker)

Für die Creme: 500g Mascapone, 250g Frischkäse (natur), 500ml Schlagsahne, 20g Zucker, 2 Tütchen Vanillezucker, 1 Tütchen Sahnesteiff

Für den Kaffee: 300ml starken Kaffee (Espresso), 1 Eßlöffel Amaretto, 2 Eßlöffel Zucker

Sonstiges: dunkles Kakaopulver zum bestäuben, Springform mit 26-28cm Durchmesser, 1 Bogen Backpapier, Backofen auf 175 Grad vorgeheizt, 1 Spritzbeutel mit Tülle(n) nach Wahl

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Backofen auf Ober- Unterhitze, 175 Grad einschalten, Rost im Unteren Drittel einsetzen und vorheizen während man den Teig zubereitet
  2. Springformboden mit Backpapier bespannen
  3. Teig zubereiten (ca. 10 Minuten Arbeitszeit)
  4. Teig für ca. 50 Minuten in Springform in den Ofen schieben
  5. Den fertigen Boden aus dem Ofen holen, 5-10 minuten an die Seite stellen und dann mit einem flachen Messer (z.B. Schälmesser) den Boden vom Springformrand lösen.
  6. Boden mit Backpapierseite nach oben auf ein Kuchengitter legen und das Papier vorsichtig abziehen, Boden mindestens 30 Minuten ausküchlen lassen.
  7. Während der Boden auskühlt, Kaffee kochen und Amaretto und Zucker zumischen
  8.  Creme nach Anleitung (s.u.) vorbereiten und in den Kühlschrank stellen.
  9. Boden aufschneiden (s.u.)
  10. Torte zusammenbauen und mindestens 8 Stunden ziehen lassen

Arbeitszeit: ca. 30-60 Minuten, je nach Übung / Abkühl- und Ruhezeiten: ca. 9 Stunden

Biscuit – Boden

Wenn der Tortenfrust schon beim Boden schon anfängt, möchte man am liebsten alles nur noch in die Tonne hauen, oder? Also ich für meinen Teil schon…

Mein Rezept ist mir noch nie missglückt und ich hoffe, dass das auch allen Nachmacherinnen und Nachmachern genau so geht. Ich nutze für die nächsten Schritte eine Kitchenaid oder ein Handrührgerät…

Eier aufschlagen und zusammen mit dem Zucker in die Schüssel geben, auf Stufe 2-3 mit dem Schneebesenaufsatz vermengen und dann auf einer der beiden höchsten Stufen richtig schaumig rühren. die Eier sind nicht getrennt doch die Kitchenaid schafft es trotzdem, aus den ganzen Eiern mit dem Zucker einen zart gelblichen sehr zähen und fluffigen Schaum zu zaubern, ähnlich Marshmallowfluff….

Nach ca. 3 Minuten in der Kitchenaid auf hoher Stufe, ist die Konsistenz perfekt.*

Nun das Mehl mit dem Backpulver zusammen in die Schüssel über den Ei-Zucker-Schaum sieben und eine Messerspitze geriebene Tonkabohne zufügen.

Alles mit dem gleichen Aufsatz (Schneebesen) auf Stufe 3-4 mischen, das Mischen sollte schnell gehen, also unter einer halben Minute, damit der Schaum nicht zerfällt.

Den fertigen Teig in die Springform geben und ca. 50 Minuten im Backofen backen.

Anschließend herausnehmen und wie in der Schritt für Schritt Anleitung verfahren.

*Mit dem Handrührgerät muss auf höchster Stufe länger geschlagen werden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Kaffee und Creme vorbereiten

Während der Boden abkühlt koche ich für gewöhnlich den Kaffee und schmecke ihn mit den angegebenen Zutaten ab.

Während dann wiederum der Kaffee abkühlt, bereite ich die Creme wie folgt zu:

Zuerst rühre ich die Mascarpone und den Frischkäse mit 20g Zucker cremig, auch das geht am Besten mit einer Kitchenaid oder einem Handrührgerät. Danach schlage ich 500ml Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteiff steiff und vermische sie schön gleichmäßig mit der Mascarponemischung. Auch hier sollte das Mischen schnell gehen, ich mach das in der Kitschenaid mit dem Schneebesenaufsatz in weniger als einer Minute.

Die fertige Creme abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Bitte auf jeden Fall abdecken, weil diese Creme sehr schnell gerüche von Wurst oder Knoblauch u.ä. annimmt…

Der Bicuitboden während des Anschnitts: zwei Mal schneiden = drei Teile

Boden Aufschneiden

Hilfe! Tortenboden ohne Schablone aufschneiden…ich gebe zu, dass ich das nicht gern mache und diese Arbeit sehr gern an meinen Mann Daniel abtrete…er ist Gitarrenbauer und kennt sich mit dem „Aufsägen“, eigentlich von Holz aber egal, viel besser aus als ich…

Also entweder man nutzt eine Schablone und schneidet zwei Mal, sodass man drei gleichgroße Böden erhält oder man peilt das erste und dann das zwei drittel an und sägt sich mit ruhiger Hand möglichst gerade durch den Biscuit.

In beiden Fällen empfehle ich ein scharfes, langes und möglichst dünnes Tortenmesser, denn sonst gibt es nur Frust.

Ich nutze, wie auf dem Bild zu sehen ein Messer von Zenker, dass ich vor einem Jahr mal für knapp 10€ bei Real gekauft habe und ich bin echt zufrieden.

Torte „zusammenbauen“

Bevor ich anfange, die Torte zusammenzubauen,suche ich mir immer erst eine schöne Tortenplatte aus, in diesem Falle eine rote mit weißen Herzen von Wächtersbacher Porzellan.

Ich baue die Torten grundsätzlich auf den Platten zusammen, auf denen sie hinterher auch serviert werden. Die fertige Torte dann umzusetzen ist mir einfach zu riskant.

Ich lege nun also den ersten der drei Böden zentriert auf die Tortenplatte und positioniere einen Tortenring. Es geht auch ohne Tortenrin, man kann z.B. den Ring von einer Springform nehmen oder die Torte ohne Hilfsmittel zusammensetzen. ich finde es so aber am einfachsten und das Ergebnis ist immer zufriedenstellend.

In vielen Torten-Videos sieht man, dass die (Hobby)Konditoren einen Klecks Creme oder Kouvertüre und Ähnliches auf die Tortenplatte geben, bevor sie den ersten Boden auflegen. Dies macht auch Sinn, da es gegen Verrutschen hilft. in diesem Falle aber ist es nicht nötig, spätestens, wenn die Torte durchgezogen ist, haftet der in Kaffee getränkte Boden perfekt auf der Platte.

Der erste Boden, umringt vom Tortenring und bereits mit Kaffee beträufelt

Jetzt aber Schluss mit den Geschichten und ran an die Torte:

Schritt 1

Der Boden liegt umringt von einem Tortenring auf der Tortenplatte und ich schnappe mit einen Eßlöffel und verteile damit maximal ein Drittel des Kaffees auf dem Boden. Nun verteile ich 1/4 der Creme auf dem getränkten Boden und bestäbe es großzügig mit dunklem Backkakao.

Schritt 2

Ich lege den zweiten Boden auf und wiederhole Schritt 1.

Schritt 3

Ich lege den dritten Boden auf, wiederhole Schritt 1 nochmal und lasse aber das Kakaopulver weg.

Stattdessen nehme ich nun den tortenring ab, indem ich die Torte mit einem flachen Messer löse, den Ring lockere und vorsichtig gerade nach oben abziehe. Ich schnappe  mir den Sprizbeutel, fülle das verbleibende Viertel der Creme ein und verziere die torte damit nach Lust und Laune. Anschließen bestäube ich die Torte ein letztes Mal großzügig mit Kakao und versteiche evtl. überstehende Creme an der Seite mit einer Winkelpalette.

Nach min. 8 Stunden ziehen im Kühlschrank ist die Torte perfekt. Besser noch ist es, wenn sie über Nacht zieht.

Naked Cake mit zweierlei Mascarponehäubchen – ich find’s schön.

Am besten schmeckt die Torte…eigentlich immer. Als Dessert oder zum Kaffee, zum Geburtstag, zur Hochzeit oder einfach mal so.

Dies Bild zeigt, wie schön die Kakaoschichten auch im Anschnitt sind…

Fragen beantworte ich gern und wünsche ansonsten allen Interessierten viel Spaß beim Nachbacken und einen Guten Appetit!

Maggie❤️

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